Workshop der AG Partizipations- und Fanforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft e.V. am 20. Mai 2016 an der Philipps-Universität Marburg.

Organisation: Dr. Vera Cuntz-Leng, Dr. Sophie G. Einwächter und Dr. Sven Stollfuß


 

Partizipation besitzt für Medienrezipient_innen (in intensivierter Form auch: Fans) unterschiedliche kulturelle, soziale und mediale Implikationen, welche zu untersuchen die AG Partizipations- und Fanforschung sich zur Aufgabe gemacht hat.

Im Kontext der interaktiven und kollaborationsfördernden Neuerungen, die das so genannte „Web 2.0“ (O’Reilly 2005) in der digitalen, mobilen und vernetzten Medienkultur des beginnenden 21. Jahrhunderts mit sich gebracht hat, wird der Diskurs um unterschiedliche Auffassungen von Teilhabe befeuert. Infolge veränderter technologischer Bedingungen entwickeln sich mediale Praktiken, die (a) hinsichtlich kreativer/innovativer kultureller Produktionen und (b) politischer Praxen von Mediennutzer_innen bedeutsam sind sowie (c) zunehmend ökonomische Differenzierungsprozesse hervorbringen. Damit sind neben den potenziell neuen und noch auszuhandelnden Machtverhältnissen zwischen den etablierten Medien und ihren Nutzer_innen auch die veränderten Mechanismen gegenseitiger Abhängigkeit oder Ausbeutung zu reflektieren. Diesen Verhältnissen und ihrer wissenschaftlichen Analyse liegen verschieden konturierte Konzepte einer participatory (media) culture zugrunde, die es im Rahmen der AG zu diskutieren und zu reflektieren gilt.

Der erste Workshop der AG Partizipations- und Fanforschung möchte deshalb Gelegenheit bieten, das Feld gemeinsam zu sondieren und Schlüsseltexte zu besprechen. Vorgesehen sind 3 Slots für Fan Studies-Beiträge (auch Fallbeispiele) sowie ein Slot, in dem sich dezidiert mit Begriffsfragen der Partizipationsforschung auseinandergesetzt werden soll.
Das Konzept des Workshops sieht die Diskussion jeweils eines Schlüsseltextes pro Slot vor, für den eine Person die ‚Textpatenschaft’ übernimmt (in Form von Vorbereitung von Diskussionsfragen, Information zu Kontext und Relevanz).

 

Vorschläge mit 4–5 Zeilen zur Einordnung des jeweiligen Textes sowie Information zum/r Textpaten/in werden von den Organisator_innen bis zum 31. März entgegengenommen unter participatory@gmx.de.

 

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